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Rückblick

Zum Bild: Piktogramme dieser Art fanden sich an vielen Stellen in Regensburg. Ich glaube, es handelt sich um öffentlich genehmigte Kunst.
Den Aussagewert, den man ihnen kurz unterstellt - Hinweise zur Architektur - können sie nach meinem Eindruck nicht abholen.

Die "Erlebnistage der Traumfabrik", wegen denen wir angereist waren, hatten ihr Problematisches, ihr Begeisterndes und ihr Korrektes.

Problematisch:

1. Die Fußwege. Die Universität hatte ihr Foyer geöffnet, in dem man sich treffen sollte. Aber sie bot ansonsten nur einen Großraum für einen Workshop. Nötig waren aber etwa zehn Großräume. Da zeigte sich der Bürgermeister entgegenkommender und stellte alle Schulhallen Regensburgs zur Verfügung. Es gab nun aber für uns - die wir vom Werbetext her alles beieinander erwartet hatten - unerwartet lange Strecken über asphaltierte Vorstadtstraßen zu laufen.

2. Die Überfüllung. Bei aller Loyalität mit den Veranstaltern ließ der Mensch meines Bodypercussion-Workshops eben doch nebenbei verlauten, dass er 22 Teilnehmer als Höchstzahl angegeben hatte, ihm aber 32 Menschen aufgedrückt wurden.

3. Die Leiter der Workshops waren wohl zur Hälfte keine Gruppen-Pädagogen. Donate hatte es in ihren beiden Workshops mit Leitern zu tun, die bei zu großen Gruppen dennoch an Einzelbetreuung und Einzelkriik festhielten. Sie saß einen Großteil der Zeit herum.

Mein Bodypercussion-Leiter hatte ganz grundsätzlich einen Hänger im Unterrichten: Neunzig Prozent unserer Rhythmus-Übungen brach er ab, bevor die Teilnehmer das Gezeigte üben konnten. In der Bilanz brauchte die sehr motivierte Gruppe fünfmal länger als nötig, um eher miteinander als über den Leiter das zu lernen, was er halb anbot und dann aber nicht ausreichend verfolgte.
Im Gegenzug strahlte mein Schwarzlicht-Theater-Workshop mit Michael und Cordula vor kompakter, strukturierter Pädagogik.

4. Die Kosten für Menschen außerhalb der Region sind dann doch arg hoch. Da kommt eben die Zugfahrt und das Hotel zu den Workshopkosten dazu.

Begeisternd: Die Abendshows am Freitag und Samstag. Das Generationengemisch. Die Angebote einiger Bazarverkäufer in der Uni. Die allgemeine Atmosphäre im Uni-Treffpunkt, befördert durch das tolle Wetter. Der Anteil an kreativen Impulsen beim Schwarzlicht-Theater-Workshop.

Korrekt: Die Organisation. Während unterbezahlte unmotivierte Gestalten auf Festivals typisch sind, wurden wir in der Traumfabrik von motivierten Studenten bestens informiert und betreut.