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2012 gelangte ich über allerlei Kurven und hinter mancher
Ampel zu der Vision, zwischen Mitkünstlern bewegte ich mich wie jemand, der mit einem
eigenen Taxi durch die
Gegend fahre. Ich habe das Fahrzeug gesellig eingerichtet und gebe auch Signale
nach außen ab. Bei der Wahl des Fahrziels geht beides: Der einsteigende Gast
murmelt eine Adresse, und da fahren wir hin, oder ich schaue aus dem Taxi und
frage: Hallo, wie wäre es mit einer Fahrt zu einer Adresse in der Region, die
ich vorschlage? |
"Was kostet der Transport?" wird die misstrauische Frage des
Eingeladenen sein. Bisher lautet meine Antwort: "Deine Zeit und Bereitschaft".
Von der Bereitschaft rede ich, in meine Fahrt einbezogen zu werden und dokumentiert zu
sein. Ich denke eben nicht, dass das Mitfahren Geld kostet, sondern dass ich
mit dem Bericht über unsere Fahrt verdiene.
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Mein Taxi fährt weiter, wenn der Eingeladene abwinkt. Es
fährt später die zuvor angebotene Strecke auch nicht mehr so an wie "damals".
Das bewegt sich alles und ist eher ein Arrangement zwischen Egos als jene
Teamarbeit, die Außenstehende sich vorstellen. Ja, Außenstehende: Chefs,
Politiker, Sozialarbeiter, Lehrer ... ich jedenfalls
nicht. Ich gehöre zur Kategorie der Produzenten, Kuratoren, vermutlich auch der
Fußballtrainer. Ich fahre Taxi und halte ein Lenkrad.
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