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Diese Seite stand ab Ende 2013 im
Internet. Der "Liküra"-Karnevals-Umzug ist der größe Umzug im Raum Bonn. Die
Orte Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf zeigen da mit über 100
teilnehmenden Gruppen ein mehrstündiges Spektakel:
Tipps
vorweg zum LiKüRa-Umzug: Wat stelle mer an? Ideen!
Wie wir uns verkleiden, ist nicht einheitlich. Ein
jeder stellt mit Vollgas den Künstler dar, der er schon immer sein wollte,
oder der seiner Meinung nach ins närrische Geschehen passt.
Alle Künstler um die Künstlerkarre sondern Kunst ab.
Also wir Künstler treten in eine Wechselwirkung während des Umzugs mit dem
Publikum oder den Mitkünstlern oder dem Fahrzeug. Wir können während des
Umzugs mehrmals die Rollen tauschen. Die ersten drei Inhalte im folgenden -
Schnellporträts, 1 - 2 Schilder und Aufzeichnung - sollte auf jeden Fall
jemand machen. Die folgenden drei Inhalte sind weitergehende Anregungen:
Schnellportrait einer Publikumsfigur durch einen
begnadeten Maler: Also der Künstler führt einen Skizzenblock mit
Unterlage mit sich, krakelt mit Filzstift eine Person darauf, und bietet ihr
das Gekrakele mit Datum und karnevalistischer Unterschrift an.
Will der Passant sein Portrait nicht, wird es in der Künstlerkarre gelagert.
Wir bauen daraus eine Blitz-Ausstellung "Hauptsach fertisch" im
Wohnzimmer des Scholl-Hauses vom 3. bis zum 6. März 2014
Schilder:
- "Jetzt mache mer dat, wat mer soweso immer jemaat han: Kuuuunst!" ist das
offizielle Motto. Der Satz ist ein bisschen lang, aber dafür rheinisch, und
gehört auf jeden Fall auf ein Schild. Weitere Schilder sind denkbar, z.B.
- "Ich bin Kunst"
- "Wo ich hintret, kommt Kunst raus"
- "Lebenskünstler"
- "Kunst ist, wenn man einen Rahmen drummacht" (leerer Rahmen, wird
bedeutsam vor alles mögliche gehalten. Der Text muss auf der Person zu lesen
sein)
Aufzeichnung des Umzugs mit drei verrückten Kameras:
- Eine Helmkamera - die trägt der Jeck auf dem Kopf. Er muss sich
schleichend so bewegen, dass sein Kopf immer ein gutes Bild zeigt, möglichst
ohne Wackler, langsame Schwenks...)
- eine Kamera mit Stativ (muss immer feierlich aufgestellt werden, dann
Winken an das Publikum "Gruppiert euch" und so weiter),
- eine Kassettenkamera (die nimmt den besten Ton auf - also eine ganze
Stunde durchlaufen lassen und entsprechend herumlaufen, auch mal weiter weg
vom Auto, wo halt im Ton was passiert)
Objekte: Was lässt sich rollen, was lässt sich
tragen, und wird zur Kunst erklärt denen, die fragen?
Einkaufswagen ("Wat is Kunst un wat is Müll?"), Kinderwagen, Rollkoffer, Bollerwagen: Verfremdet sie! Karrt
sie!
Lärm: Wir spielen keine Tonkonserven ab. Wir
bieten kein Orchester. Wir sind Avantgardemusiker. Die einsaitige Zupfe, die
gallische Harfe, die olympische Tröte: Sie sind unsere Waffen für alle, die
da gaffen.
Wurfartikel: Hüte (aus Papier der FAZ
gefaltet?), auf denen steht "Darunter steckt immer ein Künstler"... Kamelle,
auf denen steht "vergängliche Kunst"... mal schauen. Unsere Wurfartikel
sollen fast nix kosten, und wenn ein Ding zu gut zum Werfen ist, behalten
wir es und stellen es in die Ausstellung.
Die Künstlerkarre selbst: Ist erstens mal
Ruhesitz für ein bis zwei Beifahrer. Ist zweitens Getränkelager. Ist
drittens Lager für Regenkleidung, Wärmhilfen und Wurfartikel. Ist viertens
Sammelstelle für die Kunstproduktion während des Umzugs, die nicht ans
Publikum verscherbelt wurde. Und viertens ist die Künstlerkarre natürlich das
rollende karnevalistische Sprachrohr. Dazu wird sie mit neonfarbenen Worten
in verschiedenen Farben und Größen beklebt:
> Art, Artist, Kunst, Künstler,
die jungen Wilden, Schnellbilder, Prachtbilder, ich bin eine Rollskulptur,
Küss mein Blech, vorwärts, rückwärts, seitlich (auf die rechte Seite), links
(auf die linke Seite), oben (aufs Dach), rundum Kunst, überall Kunst, jeder
zehnte ist ein Künstler, "Arto - die zukünftige Fusionswährung aus Euro und
Dollar im Kampf gegen den Yen." < |

Sowat kütt uff dat Auto

Mer sin doch aal Künstler, wa?

Dat is de jut jetarnte Helmkamera

Sowat kann doch jeder malen |